Festzins Geldanlage

Die Festzinsen

Eines der wichtigsten Kriterien für die Auswahl eines geeigneten Festgeldkontos sind die Festzinsen.

Die Höhe der Festzinsen

Wie hoch die Festzinsen ausfallen, entscheidet in erster Linie die anbietende Bank. Sie orientiert sich dabei in der Regel am allgemein vorherrschenden Marktzins. Die angebotenen Festzinsen werden bei der Eröffnung des Festgeldkontos festgeschrieben und bleiben für den Rest der Laufzeit unveränderlich für beide Seiten. Erst wenn das Ende der Laufzeit gekommen ist, hat das Kreditinstitut die Möglichkeit, die Festzinsen erneut an das Marktniveau anzupassen – im positiven wie im negativen Sinne. Dies bedingt natürlich, dass der Kunde die Geldanlage auch weiterhin bei diesem Kreditinstitut führen möchte.

Der Zinseszinseffekt

Die Festzinsen sind zwar grundsätzlich nicht schlecht, rechtfertigen jedoch auf den ersten Blick den großen Hype nicht, der darum gemacht wird. Erst auf den zweiten Blick eröffnet sich dem Interessenten, dass ein angenehmer Zinseszinseffekt auftreten kann, wenn die Festzinsen nicht an den Kontoinhaber ausgezahlt, sondern dem Anlagebetrag zugeschlagen werden. Angenommen, ein Festgeld läuft mehrere Jahre und die Zinsen werden dem Konto jährlich zugeschlagen, so werden die Zinsen in den Folgejahren mit verzinst. Dies erhöht die Festzinsen zusätzlich.

Ein weiterer Unterschied unter den genannten Finanzprodukten sind die Renditen im Verhältnis zu den Risiken. Am besten wäre natürlich eine sehr hohe Rendite bei keinen bzw. kaum vorhandenen Risiken. Leider gibt es so etwas nicht.

Wer jedoch sein Geld auf einem Festgeldkonto langfristig parkt, der bekommt für diese Planungssicherheit der Bank eine sehr gute Rendite. Da die Guthaben von Festgeldkonten in der EU durch Einlagensicherungsfonds abgesichert sind (Sicherungsgenze 100.000 EUR pro Kunde), besteht bei Anlagebeträgen unter 100.000 EUR kein Risiko.

Das Rendite-Risiko-Verhältnis beim Tagesgeldkonto ist etwas schlechter als beim Festgeldkonto, da die Zinsen niedriger sind auf dem Tagesgeldkonto. Dafür hat der Sparer jedoch zu jeder Zeit die Möglichkeit, über gesamte Sparguthaben verfügen zu können. Wer diese Flexibilität braucht, dem ist ein Tagesgeldkonto zu empfehlen.

Leider wird das Rendite-Risiko-Verhältnis bei der Staatsanleihe und bei der Firmenanleihe viel schlechter im Verhältnis zum Festgeldkonto, denn die Zinsen bei Staatsanleihen und Firmenanleihen sind sehr tief und die Risiken hoch. Firmenpleiten waren in der Vergangenheit keine Seltenheiten und auch Staatspleiten kann es geben (z.B. Griechenland). Die Insolvenz des Emittenten führt meistens zum Totalverlust des Anlegers.

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